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Altenpflege – ein Beruf mit Zukunft Arbeitsgemeinschaft Frauen besucht die AGS
Geschrieben von Nicole Kunstmann ( 4039580 ), 2011-07-18
 

Die Pflegebranche boomt, klagt aber seit Jahren über Fachkräftemangel. "Der Bedarf an alternativen Konzepten und ambulanten Versorgungsangeboten wird mit der Alterung der Bevölkerung auch im Kreis Steinburg deutlich steigen", gibt Svenja Brandt, Gleichstellungsbeauftragte beim Kreis zu bedenken. Mit dem Thema setzt sich die Arbeitsgemeinschaft Frauen in der Region Unterelbe seit einiger Zeit auseinander und besuchte die Akademie für Gesundheits- und Sozialberufe (AGS) in Itzehoe, um sich über die Ausbildung in der Altenpflege zu informieren.
"Die Pflege ist weiblich", erläuterte die Schulleiterin der Fachschule für Altenpflege, Karin Watzal, "von den 100 Auszubildenden sind nur 15 Männer". Die Ausbildung in der Altenpflege dauert drei Jahre, sie umfasst einen schulischen Teil und den praktischen Einsatz in einem Altenheim oder in der ambulanten Pflege. Es gibt eine Ausbildungsvergütung, aber es muss ein Schulgeld gezahlt werden, das landesweit 290 Euro beträgt. Das Land quotiert die Schulplätze, und übernimmt an der AGS in Itzehoe die Kosten für 44 Auszubildende in der Altenpflege. "Aus haushaltsrechtlichen Gründen können nicht alle Schüler gefördert werden", so Karin Watzal, "in einer Klasse sitzen SchülerInnen, die den Zuschuss bekommen und solche, die das Schulgeld selbst zahlen müssen".
Die Arbeitsgemeinschaft Frauen sieht hier das Land hier in der Pflicht, die Pflegeausbildung mit den erforderlichen Rahmenbedingungen und Ressourcen auszustatten. "Dazu gehört auch die Übernahme des Schulgeldes in den Altenpflegeschulen", fordert Perke Heldt vom DGB. Auch eine Ausbildungsumlage wie in Baden-Württemberg sei ein ergänzendes Verfahren, um Wettbewerbsverzerrungen in der Branche zu verhindern. Nicht ausbildende Betriebe können die Leistungen günstiger anbieten, profitieren aber dennoch von den ausgebildeten Fachkräften. „Altenpflege ist ein interessanter und erfüllender Beruf mit Zukunft“, sagt Karin Watzal - neue Erkenntnisse würden ständig in die Ausbildung einfließen und könnten von der schulischen Theorie auch in die tägliche Praxis der Pflege eingebracht werden, um dort die Qualität zu verbessern. Eine Vereinheitlichung bei der Weiterbildung und die Entbürokratisierung der Fördermodalitäten könnte die Altenpflege jedoch attraktiver machen, ebenso wie ein verbesserter Gesundheitsschutz, angemessene Bezahlung und familienfreundliche Arbeitszeiten.

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